Psychotherapie Adamy

Tiefenpsychologisch fundierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie für gesetzlich Krankenversicherte

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Dieses Richtlinienverfahren findet Anwendung in der Behandlung von psychischen Störungen und wird von der Krankenkasse nach Antrag bezahlt. Ob eine solche Erkrankung bei Ihnen vorliegt, wird in der Sprechstunde geprüft. Eine Psychotherapie kann je nach Art und Schwere der Erkrankung in einer Kurzzeittherapie (24h à 50 Minuten 1 mal pro Woche) oder in einer Langzeittherapie (60-100h à 50 Minuten 1 mal pro Woche) Anwendung finden. Sie basiert auf einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und Erlebnissen, mit Rückblick auf die persönliche Lebensgeschichte. Um sich besser vorstellen zu können, wie sich die Tiefenpsychologie die Entstehung von psychischen Störungen erklärt, habe ich eine kleine "Gehwegplattenmetapher" dafür erstellt: 

Man stelle sich die Fertigung einer Gehwegplatte in einer Maschine vor. Nun ist es vielleicht Montag, die Maschine steht vielleicht schief, das Material, was eingefüllt wird, ist mangelhaft- was auch immer- die Platte erfährt einen Mangel in ihrer Fertigungsphase, was zu einer Sollbruchstelle führt. Die Platte wird dennoch fertig gestellt, ausgeliefert und verlegt und könnte auch mit dieser Sollbruchstelle bis zum Ende ihrer Tage als Gehwegplatte bestehen. Doch eines Tages fährt ein Lastkraftwagen über den Gehweg. Das war so nicht vorgesehen, denn es handelt sich ja um einen Gehweg, aber alle anderen Gehwegplatten halten das aus, nur diese eine Gehwegplatte nicht, sie bricht- genau an der Sollbruchstelle. Dass diese Stelle bricht, liegt aber nicht an der Belastung durch den Lastkraftwagen, sondern am erfahrenen Mangel in der Fertigung. Die Gehwegplatte bricht auch nicht an irgendeiner unvorhergesehenen Stelle. Die Art des Zusammenbruchs ist mit der Sollbruchstelle festgelegt, bezieht sich speziell auf die Art des frühen Mangels und stellt gleichzeitig einen Schutz dar, dass die Gehwegplatte nicht unkontrolliert zersplittert- der Bruch der Sollbruchstelle stellt somit auch einen Schutz dar. 

Bezogen auf die Entstehung von psychischen Erkrankungen bedeutet dies, dass die "Fertigungsphase" eines Menschen (angenommen werden die ersten 10/15 Jahre) über die Beschaffenheit des psychischen Fundamentes entscheiden. Wenn in dieser Phase ein Mangel herrscht, entwickelt dieser Mensch eine Sollbruchstelle. Diese allein führt noch nicht zu einer Störung, nur zu einer gewissen "Anfälligkeit". Der Mensch kann mit Hilfe von mannigfaltigen Bewältigungsmechanismen diesen Mangel ausgleichen. Kommt es jedoch zu einer Belastungssituation (Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit, Leistungseinbußen, Verlust einer wichtigen Bezugsperson, Kränkung, Verlust einer zu umsorgenden Person, Rückgang der eigenen Attraktivität, etc.), kann die eigenen Bewältigung scheitern und es kommt zur Dekompensation (= Bruch der Sollbruchstelle) und damit zum Ausbruch von Symptomen. Diese Symptome sind gleichsam eine Erkrankung wie auch ein Schutz vor weiterreichenden Defekten des psychischen Systems. 


Therapie-Voraussetzungen:

  • Therapiemotivation und Motivation an seinen Problemen zu arbeiten und sich auch schmerzliche und belastende Themen aus dem eigenen Leben, Erleben und Verhalten anzusehen
  • Motivation sich den eigenen Gefühlen zu stellen 
  • Motivation wöchentliche Termine zuverlässig wahrzunehmen


Ablauf einer Therapie: 

Am Anfang stehen bis zu 4 Probatorische Sitzungen, hierbei lernen sich Therapeutin und Patient/Patientin kennen und besprechen die Problemlage des Patienten/ der Patientin. Hierbei werden erste organisatorische Informationen ausgetauscht und es wird geschaut, was das gemeinsame Therapieziel sein könnte, welches Anliegen der Patient/ die Patientin hat und wie dies in einer möglichen gemeinsamen Arbeit umgesetzt werden könnte. In dieser Zeit steht es sowohl der Therapeutin als auch dem Patienten/ der Patientin frei, die Zusammenarbeit abzubrechen, wenn man das Gefühl hat, „die Chemie stimmt nicht“. Nach diesen höchstens 4 Sitzungen wird von der Therapeutin ein Antrag an die jeweilige Krankenkasse gestellt. Die Bearbeitung dieses Antrages kann je nach Gutachter zwischen 4 bis 8 Wochen in Anspruch nehmen. Wenn diesem Antrag stattgegeben wurde, kann eine reguläre Psychotherapie beginnen. In dieser werden gemeinsam Ziele für die Therapie festgelegt und durch eine Verdeutlichung der eigenen Entwicklungsgeschichte individuell die psychische Erkrankung behandelt. 


Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Reiter "Downloads".




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